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1.
Bestandsbeschreibung (EAD)
Bestand:
NL (alph.): Haffner, Paul Leopold « Nachlässe, alphabetisch geordnet
Bestandssignatur:
NL Haffner, Paul
Klassifikation:
Vorwort « NL (alph.): Haffner, Paul Leopold
Zugangsnummer:
ohne Zgg.
Bestandslaufzeit:
1802 - 1954
Datierung:
1802 - 1954
Umfang des Bestands:
0,1 lfm.
Behördengeschichte:
Biografie
Paul
Leopold
Haffners
Paul
Leopold
Haffner
wurde
am
21.
Januar
1829
in
Horb
in
Württemberg
als
Sohn
des
Oberamtsarztes
Christian
Heinrich
Haffner
und
der
Mutter
Maria
Luise
(geb.
Koch)
geboren.
Neben
einem
älteren
und
einem
jüngeren
Bruder
(Eugen
Georg
Haffner,
von
1898
bis
1913
Bürgermeisterei-
Beigeordneter
der
Stadt
Mainz)
gehörten
noch
drei
Schwestern
zu
seiner
Familie.
Der
im
18.
Jahrhundert
sehr
bedeutende
Theologe
und
Leiter
des
Benediktiner-
Stiftes
St.
Blasien
Abt
Martin
Gerbert
war
ein
Vorfahre
Paul
Leopold
Haffners.
Bis
zur
Versetzung
des
Vaters
von
Horb
nach
Rottenburg
im
Jahre
1842
besuchte
Paul
Leopold
Haffner
die
Lateinschule
in
Horb,
danach
bis
zum
Jahre
1843
die
Lateinschule
in
Rottenburg.
Es
schloss
sich
daran
der
Besuch
des
Gymnasiums
in
Ellwangen
an,
das
er
1847
mit
Auszeichnung
abschloss.
Es
erfolgte
darauf
im
November
1847
die
Immatrikulation
an
der
Universität
Tübingen
in
den
Fächern
Philosophie
und
Theologie.
Im
Herbst
1852
trat
Paul
Leopold
Haffner
in
das
Priesterseminar
zu
Rottenburg
ein,
wo
er
am
10.
August
1852
die
Priesterweihe
empfing.
Anschließend
war
er
zwei
Jahre
als
Vikar
in
der
Pfarrseelsorge
in
Oberschwaben
tätig,
bis
er
im
Januar
1854
zum
Repetent
am
Wilhelmsstift
der
Tübinger
Universität
und
damit
auch
zum
Privatdozenten
der
Universität
berufen
wurde.
Dort
hielt
er
Vorlesungen
im
Fach
Philosophie,
in
dem
ihm
am
8.
August
1855
der
Doktortitel
verliehen
wurde.
Bereits
im
Oktober
1855
folgte
Haffner
dem
Ruf
Bischof
Kettelers
als
Professor
der
Philosophie
an
das
Bischöfliche
Seminar
in
Mainz,
in
dem
er
u.
a.
mit
bedeutenden
Theologen
wie
Christoph
Moufang,
Johann
B.
Heinrich
(Sohn
des
Mainzer
Bürgermeisters
J.
B.
Heinrich)
und
Johann
J.
Hirschel
zusammenarbeitete.
Neben
seiner
Lehrtätigkeit
war
Haffner
auch
immer
als
Seelsorger
und
Beichtvater
in
Mainz
und
Umgebung
tätig,
engagierte
sich
in
Mainzer
Vereinen
und
dem
sozialen
und
öffentlichen
Leben
der
Stadt.
Bekannt
waren
seine
kritischen,
aber
auch
amüsanten
Reden
zur
Mainzer
Fastnacht
ebenso
wie
seine
Vorträge
und
Reden
z.
B.
auf
den
Generalversammlungen
der
Katholiken
oder
seine
Artikel
in
der
Katholischen
Presse.
Daneben
verfasste
er
eine
Vielzahl
wissenschaftlicher
Artikel
und
Abhandlungen
zur
Philosophie,
u.
a.
die
als
Hauptwerk
gedachte
Einleitung
in
die
Philosophie
"
Grundlinien
der
Philosophie
als
Aufgabe,
Geschichte
und
Lehre"
.
Nach
seinem
Übertritt
von
der
Rottenburger
in
die
Mainzer
Diozöse
wurde
Haffner
1865
vom
Mainzer
Domkapitel
zum
Dompräbendaten
gewählt
und
1866
von
Bischof
Ketteler
zum
Domkapitular
und
Mitglied
des
bischöflichen
Ordinariats
ernannt.
Ebenso
betreute
er
bis
1872
als
Superior
den
Orden
der
"
Schwestern
von
der
göttlichen
Vorsehung"
.
Mit
Beginn
des
Kulturkampfes
wurde
Haffner
zum
engagierten
Kämpfer
für
die
Kirchenfreiheit,
die
er
in
Aufsätzen
und
Artikeln,
aber
auch
in
Reden
und
Vorträgen
bei
Versammlungen
verteidigte.
Als
im
Jahre
1876
in
Folge
des
Kulturkampfes
das
bischöfliche
Priesterseminar
in
Mainz
geschlossen
wurde,
übernahm
Paul
Leopold
Haffner
wieder
verstärkt
seelsorgerische
Aufgaben
in
der
Diozöse
und
geriet
dabei
auch
mit
den
preußischen
Gesetzen
der
Kulturkampfzeit
in
Konflikt.
Er
wurde
danach
zum
Gründer
und
Mitbegründer
katholischer
Sammelbewegungen
wie
dem
"
Verein
deutscher
Katholiken"
und
der
"
Görres-
Gesellschaft"
,
die
er
1876
ins
Leben
rief.
Mit
der
Beendigung
des
Kulturkampfes
und
den
Friedensgesetzen
wurde
eine
Neubesetzung
des
Mainzer
Bischofssitzes,
der
seit
dem
Tod
Kettelers
im
Jahre
1877
vakant
gewesen
war,
wieder
möglich.
Im
Frühjahr
1886
von
Papst
Pius
IX.
für
dieses
Amt
ausgewählt,
wurde
Paul
Leopold
Haffner
am
25.
Juli
1886
zum
Bischof
von
Mainz
geweiht.
Bischof
Haffner
galt
als
volksnaher
Bischof,
der
seine
Arbeit
neben
dem
Wiederaufbau
der
Pfarreien
vor
allem
den
sozialen
und
gesellschaftlichen
Problemen
widmete.
Am
2.
November
1899
verstarb
Bischof
Paul
Leopold
Haffner
in
Mainz.
Bestandsgeschichte:
Der
Nachlass
der
Brüder
Paul
Leopold
Haffner
und
Eugen
Georg
Haffner
(1843-
1918,
Beigeordneter
der
Stadt
Mainz)
wurde
vermutlich
in
den
1950er
oder
1960er
Jahren
an
das
Stadtarchiv
übergeben.
Im
Zugangsbuch
des
Stadtarchivs
wurde
die
Abgabe
nicht
vermerkt.
Für
den
Nachlass
wurde
ein
provisorisches
maschinenschriftliches
Verzeichnis
verfasst,
das
jedoch
dem
Ordnungszustand
der
Unterlagen
spätestens
ab
den
1980er
Jahren
nicht
mehr
entsprach
und
zudem
unvollständig
war.
Zu
einem
nicht
mehr
nachvollziehbaren
Zeitpunkt
wurden
die
Unterlagen
in
zwei
separate
Nachlässe
(Paul
Haffner
und
Eugen
Haffner)
aufgeteilt.
Beim
Nachlass
Paul
Leopold
Haffners
handelt
es
sich
um
eine
Sammlung
aus
persönlichen
und
Familiendokumenten,
Urkunden,
Korrespondenz
und
Zeitungsartikeln
bzw.
Drucksachen.
Die
Unterlagen
wurden
im
Rahmen
der
Neuverzeichnung
komplett
neu
geordnet
und
auf
der
Grundlage
dieser
Neuordnung
wurde
eine
dazu
passende
Klassifikation
entworfen.
Alle
Materialien,
den
Vater,
den
Bruder
und
weitere
Familienmitglieder
betreffend,
wurden
zu
einer
Akte
"
Familiendokumente
des
Vaters
und
des
Bruders"
zusammengefasst.
Die
Archivalien
sind
innerhalb
der
einzelnen
Klassifikationsgruppen
chronologisch
geordnet,
soweit
dies
möglich
war.
Der
Bestand
reicht
zeitlich
von
1802
(Schulzeugnisse
des
Vaters)
bis
zum
Jahre
1954
(Zeitungsausschnitte
über
die
Waggonfabrik
der
Gebrüder
Gastell)
.
Besondere
Erwähnung
verdienen
zwei
handschriftliche
Dokumente
zweier
berühmter
Persönlichkeiten
des
19.
Jahrhunderts.
Es
ist
dies
zum
einen
ein
handschriftliches
Privileg
von
Papst
Pius
IX.
ausgefertigt
für
Paul
Leopold
Haffner
aus
dem
Jahre
1867
und
zum
anderen
das
handschriftliche
Testament
des
Bischofs
Wilhelm
Emmanuel
von
Ketteler
von
1869.
Interessant
ist
auch
eine
gerichtliche
Vorladung
für
(u.
a.)
Paul
Leopold
Haffner
und
seinen
Bruder
Eugen
Georg
Haffner
wegen
Verstoßes
gegen
das
Pressegesetz
von
1874
aus
der
Zeit
des
Kulturkampfes.
Mainz,
Oktober
2008
Kirsten
Kropp
(Historikerin)
und
Ramona
Weisenberger
Literatur und Quellen zum Bestand:
Ball,
Thomas,
Paul
Leopold
Haffner
als
Philosoph,
Diss.
o.D.
Marzi,
Werner,
Paul
Leopold
Haffner
1829-
1899,
Bischof
von
1886-
1899,
in:
regionalgeschichte.net,
Internetportal
für
regionale
und
lokale
Geschichte
Lenhart,
Ludwig:
Dr.
Paul
Leopold
Haffner,
in:
Jahrbuch
für
das
Bistum
Mainz
8
(1959/
60)
,
S.
11-
117
Objektnummer:
98661
Bestands-Personenindex:
Haffner, Paul Leopold |
GND:116370262
;
;
Haffner, Eugen Georg
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Bestandsbeschreibung
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