Regest:
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Mainz, 1595 (Richter Adam Ebersheim). Katharina, Wendel Kirssen Ww., macht ihr Testament: Sie widerruft das mit ihrem Mann aufgestellt Testament vom 9.1.1592 und das in ihrem Witwenstand errichtete vom 29.2.1594. Begräbnis zu St. Ignaz im Grab ihres vorigen Mannes, Meister Benedicts; in den ersten vier Wochen nach ihrem Tod sollen 5 fl. und an Hausarme 4 Malter Korn gespendet werden. Wendel Kirssen Schwester Anna (Engen) erhält zu den von ihrem [der Ww.] Mann vermachten 100 fl. nocht 50 fl., ein paar Bändchen mit 2 Löcken; Herrn Benedikts Söhne Karl und Georg 50 fl., verzinslich anzulegen; Katharina, Frau des Prokurators Veit Happel, 50 fl.; Hans Weigandt, Schneider an der Gaupforte, 50 fl.; Herrn Jakob Weigandts Balthasar 20 fl.; Wendel Obser, Schuhmacher, 25 fl.; Lorenz Schrecken Hausfrau Anna 25 fl.; Hartmans Georgen Ww. 10 fl.; Margreth, Frau des Schneiders Best Goll zu Weisenau, 10 fl.; Scheffgens Ww. zu Weisenau 5 fl.; ihre gewesene Magd Katharina, Hans Diethers Tochter, ihre beste Sockeney; Kaspar Eichorns Hausfrau Katharina einen Gürtel mit Spangen und " ein schwarz wepp"; Ottilie, Tochter des + Best Loher, " ein arressen Mantel"; Georg Ammelings Tochter Margreth " ein grün webbort" mit einer zerbrochenen Zunge und Senkel; Jakob Herzogen Fottels Stiefbruder 5 fl., dessen Schwester Crein 5 fl.; je 5 fl. ihre Patenkinder (goden): Die Tochter des Schuhmachers Lorenz Schreck, Hartmann Egelolfs Tochter, Heinrich Stauden Tochter, Hans Weigandts Tochter, der Ursulen Tochter; Anna, Magd der Testiererin, 10 fl.; Hans Buchmeyers Hausfrau " ein negelfarb leibgen mit sammet belegt"; Philipp Schreibers Schwester im Neuen Kloster 10 fl.; der Richter, der ihren letzten Willen beschreiben wird, 3 Goldgulden; der Gerichtschreiber 3 Goldgulden; Georg Ammeling 3 Goldgulden; Hans Buchmeyer 3 Goldgulden; das Schneiderhandwerk zu vertrinken und ihrer zu gedenken 5 fl., ebenso die Nachbarschaft 5 fl.; Sauer Hansen Ww. 5 fl. und deren beide Töchter Margreth und Barbara je 5 fl.; der Metzger Michael Göntter 50 fl. und ein vergoldetes Becherlein mit Deckel; Hans Göntters Söhne aus zweiter Ehe Jakob und Wolf je 25 fl.; Kaspar Briels Frau Margreth 5 fl.; Peter Fottel, B. und Schreiner zu Oppenheim, 5 fl.; Heinrich Meisters Leinenwebers Sohn " ihr petter" [Patenkind] 5 fl. und die Faulhabern 5 fl.; Hans Fottel das Haus zwischen dem Dolman und dem Maurer Anton Robustel. Alles Übrige erhalten als rechte Erben je zur Hälfte ihre Vettern 1) Hans Fottel, 2) der weltliche Richter und Fiskal Magister Johann Pfaff, Kaspar Eichorn und Hans Buchmeyer (diese die Hälfte in drei gleichen Teilen). Hans Fottel soll aus seiner Hälfte 200 fl. seinen Kindern verzinslich anlegen und den Zins zum Kapital schlagen. Z.: Hans Lautter, Dreher, Georg Ammeling, Peter Bub, Hartmann Egenolf, Erhart Werner, Heinrich Bern und Konrad Metlin.
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