Regest:
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1355, " des nehesten mittewochen nach sante Pauels dage als er bekeret wart, umb tertien zyt", im Dorfe zu Heidesheim (" Heysinsheim"), unter dem Baum vor dem Kirchhof, auf gewohnter Gerichtsstätte, vor Hermann Faut, Schultheiß, und den Schöffen (" Nyclas Rebeholtz", " Rychwyn", " Syfrid" und " Clas", Sohn des + Schultheißen " Cuntz"): Läßt Nikolaus von Gau-Algesheim " Nyclas von Algensheim"), Pfarrer zu Heidesheim (" Heysinsheim"), als Vertreter der Präsenz von Mariengreden, gerichtlich das unbeschränkte Verfügungsrecht des Stiftes an dem Teil des Gutes, das des " Russen" gewesen und geteilt worden ist, feststellen; diesen Anteil hat das Stift von dem Edelknecht Volkmar von Morsbach u.s. Fr. wegen versessener Gült erklagt [vgl. U / 1351 Juni 4]; auch hat das Stift wegen der Teilung keine ungewöhnlichen Kosten gemacht, darum man es strafen möchte; der genannte Beständer soll den Schaden ersetzen, wenn er vom Stift wieder belehnt wird. Güterbeschreibung: 1) Im Flur zu " Grabon" 7 Ackerstücke von 1/ 2 Zweitel bis 1 Morgen und 1 Zweitel Acker und Wiese; Flurnamen (FLN): " Hensyt/ disyt der Mun(i) che bach"; in der " Huntgassen". - 2) Im niedersten Flur 6 Stücke von 1 1/ 2 Viertel bis 2 1/ 2 Morgen; FIN: An dem " Hanswege", " of dem Burgraben", " hiensyt der Wilrespach". - 3) Im Mittelfeld 4 Stücke von 1/ 2 bis 2 Morgen; FLN: " Hinsyt Ryecz" (" Rydez)", " vor dem Werde". - 4) Im Feld " of dem Gryße" " under dem Budenheimer Wege" 6 Stücke von 1 bis 4 1/ 2 Morgen - 5) Im Feld in dem " Heseln" an der " Funtener Marke" 6 Stücke von 1/ 2 bis 12 1/ 2 Morgen; FLN: " Of dem Hunreberge", zu " Sechenwynkil", an dem Olmer Berge. - 6) Im Feld an dem " Zwyvilberge" 4 Stücke von 1 Viertel bis 1 Morgen; FIN: An der " Leymgruben". - 7) Im Feld " gen Steynfels" 4 Stücke von 1 Zweitel bis 1 1/ 2 Morgen; FLN: " Under dem Ingilnheymer Holtze", " an dem Mentzer Wege", an der Helden. Die Gemeinschaft des " Wylresberges" ist ungeteilt geblieben. - 8) 6 Wiesenstücke von 1/ 2 bis 2 Morgen; FIN: In der " Bachwysen", " of dem Underleych", gen. dem " Santhofe". - 9) 7 Waldanteile von 1/ 2 bis 3 Ruten; FIN: In dem " Vehewerde", an " Funtener Marke", an " Cryrnelde" (?) " werde" (zum Tl. Acker), an der Erlen ´" an der Wysen naher dem Santhofe". - 10) Hofanteil: Der hintere Teil der Scheuer mit dem Halbteil des " Dennes" [= Tenne], der in der Scheuer steht; der halbe Teil des Hauses, darin die Stube liegt; der Pferdestall im Hof zwischen Küche und Kuhstall. Die Scheuer soll das Stift zusammen mit Edelknecht Peter von " Schonenberg" nutzen. - Angrenzer: Altmünster, " Cuntzechin" Becker, " Eychorn", Kloster Eberbach (" Erbach"), Herr " Voys", " Irmel in dem Fronehofe", " Hebele" (" Hedewyg"), " Lenhart", " Cleschin Metzeier", Herr " Ruprecht" (" Russe"), Herr Johann von " Schonenburg", " Cunrad Schultheyß", " Herman Scholtheiß", Herr Walther, Herr Werner (von " Wynterauwe"). - Zum Anteil gehört ferner: 1 Viertel Garten " an deme Wege" im Dorfe; die Küche bei der Pforte an dem Stalle und der Nußbaum an der Scheuer, die noch gemeinsam ist; auch der Brunnen soll von beiden Teilen benutzt werden. - Weingärten, die der genannte Volkmar zuvor aus dem Gut hatte: 1 Viertel hinter der Scheuer an der Hecken fur; 1 1/ 2 Viertel an dem Gauchsberge; 2 lb Heller Gült von den 8 lb Gült, die in das Teilgut auf Martini zinsen. Zeugen: Johann von Worms (" Wormyse"), Vikar des Stifts, Anthonius, Kaplan zu St. Agnes-Mainz, " Hennekyn Metzeler" und Heinrich Becker von Heidesheim (" Heysinsheim"). Geschrieben von dem Notar " Johannes Ulrici".
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